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8. November 2018 - Bericht

4. Projektworkshop in Hamburg

Fachdialog und Vernetzung: Geht das nachhaltig?

Das Fachdialognetz für schwangere, geflüchtete Frauen arbeitet nun seit über 16 Monaten daran, ein dichtes Informations- und Wissensnetz für Fachkräfte zu knüpfen. Vom 18. bis 21. September 2018 trafen die Koordinatorinnen und das Leitungsteam vom pro familia Bundesverband wieder zu einem Workshop zusammen. Wir wollten nicht nur die laufende Arbeit des Projekts planen, sondern gemeinsam nach Antworten auf wichtige Fragen suchen: Wie gut konnten wir die Projektziele bisher erreichen? Wo gibt es noch Lücken? Was können wir in den kommenden sechs Monaten noch unternehmen, um den Fachdialog zu fördern? Und wie können wir uns darauf vorbereiten, die Ergebnisse des Modellprojekts auch für die Zeit nach Projektende zu sichern?

Bisherige Erkenntnisse sammeln

Die Arbeit der Projektkoordinatorinnen vor Ort und der Projektleitung beim Bundesverband konnte bisher vieles bewirken: über 30 Fachveranstaltungen, über 800 Einträge in der Online-Datenbank für Fachkräfte und zwei Fachpublikationen bündeln wertvolles Wissen für Menschen, die mit schwangeren, geflüchteten Frauen arbeiten. Der qualitativ hohe Anspruch an unsere Arbeit führt dazu, dass wichtige Informationen für die Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung von schwangeren, geflüchteten Frauen besser zugänglich sind. Während dem Workshop wurde eine besondere Aufmerksamkeit auf die regionalen Unterschiede und überregionalen Verbindungslinien gelegt der bisherigen Arbeit gelegt.

Nachhaltig denken und agieren

Ein Modellprojekt kann gesellschaftliche und fachpolitische Prozesse nur anstoßen. Als Fachverband denkt pro familia jedoch stets nachhaltig, d.h. über strukturelle Projektbeschränkungen hinaus. Unser Ziel: Durch qualitativ hochwertige Information, gepaart mit Möglichkeiten der kollegialen Vernetzung, wollen wir Versorgungsstrukturen bedarfsgerecht stärken. Wie wir dieses Ziel im Rahmen der Projektarbeit realisieren können, diskutierten wir im Workshop intensiv auf Basis der bisherigen Erfahrungen mit der Zusammenarbeit und der Rückmeldung von lokalen Kooperationspartner*innen. Dr. Helmut Jäger, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe aus Walsrode, bereicherte die Diskussion mit einem Input zu Kontexten der Geburt in den Heimatländern der Geflüchteten und zu möglichen Erfolgsfaktoren der gesundheitlichen Versorgung schwangerer, geflüchteter Frauen.        

Fachaustausch mit Kolleginnen vor Ort

Auf dem Workshop wurde jedoch nicht nur über Vernetzung diskutiert, sondern der Fachdialog auch aktiv gestaltet. Mit drei Expertinnen besprachen wir die aktuellen Herausforderungen in Hamburg und suchten nach Lösungsansätzen: Andrea Niethammer berät in der Clearingstelle der „Zentrale Information und Beratung für Flüchtlinge gGmbH“ geflüchtete Menschen zu den Möglichkeiten der gesundheitlichen Versorgung in Hamburg. Patricia Barth von der „Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V.“ ist im Rahmen der Arbeit von VHIVA KIDS für die Beratung und Unterstützung von Schwangeren und Familien mit HIV verantwortlich. Mirjam Wagner bietet als Mitbegründerin des „Woman Health Teams Hamburg“ ehrenamtliche medizinische Versorgung von Frauen mit und ohne Papieren in einer WUK und in einem Ärztemobil an.

Ausblick

Neben zahlreichen weiteren Fachveranstaltungen und Vernetzungsaktivitäten an den Projektstandorten werden wir in den kommenden Wochen und Monaten immer wieder neue Fachinhalte über die Projekthomepage publizieren. Regelmäßiges reinschauen lohnt sich also!

Der nächste und letzte interne Projektworkshop findet vom 26. bis 29. März in Berlin statt.

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