Stereotype Rollenbilder sind nicht nur in der Allgemeinbevölkerung weit verbreitet, sondern lassen sich auch in der Medizin finden. Etliche Lehrbücher zeigen, dass sich Diagnose und Therapie an einer männlichen Person orientieren und letztere als Maß der Dinge fungiert. Die Sichtweise – Männer als normal und Frauen als Normabweichung zu betrachten – wurzelt im ausgehenden 18. Jahrhundert und verfestigte sich im 19. Jahrhundert, als sich die Medizin als männlich dominierte Disziplin profilierte. Frauen war der Zugang zum Medizinstudium lange verwehrt. In Deutschland blieben sie bis Anfang des 20. Jahrhunderts vornehmlich Objekte medizinischer Behandlung und Erforschung.
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