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25. April 2019 - Bericht

Erfahrungen, Erkenntnisse und politische Anknüpfungspunkte

Abschluss-Projektworkshop in Berlin

Zwei Jahre intensive Projektarbeit in acht Städten und Regionen im ganzen Land – nun geht das Fachdialognetz für schwangere, geflüchtete Frauen auf die Zielgerade. Ende April 2019 endet die Arbeit der Fachkoordinatorinnen an den Projektstandorten. Im besten Falle hört damit jedoch nicht die Netzwerkarbeit vor Ort auf. Das gesammelte Wissen um hilfreiche und produktive Strategien zur Vernetzung der einzelnen Akteur*innen soll auch in Zukunft fachliche Zusammenarbeit für schwangere, geflüchtete Frauen ermöglichen. Darum trafen sich alle bundesweit Projektbeteiligten vom 26. bis 29. März ein letztes Mal. In Berlin diskutierten sie, welche handlungspraktischen Empfehlungen sie nach zwei Jahren Laufzeit an den Projektstandorten aussprechen können – und welche politischen Anknüpfungspunkte sich daraus ergeben, um die Projektarbeit im Sinne der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte weiter voranzutreiben. Die Gesamtförderung für das Fachdialognetz läuft noch bis Ende Oktober 2019 beim pro familia Bundesverband weiter. So können wir diesen Auswertungsprozess effektiv und nachhaltig gestalten.

Modellprojekt mit Wirkung und Mehrwert

Über ein Fazit waren sich alle Beteiligten bereits nach dem letzten Workshop einig: Das Modellprojekt Fachdialognetz konnte viel bewegen und hat einen Mehrwert in der Versorgung von schwangeren, geflüchteten Frauen geschaffen. Im Rahmen ihrer Arbeit konnten die Fachkoordinatorinnen und die Projektleitung beim Bundesverband deutschlandweit über 1.000 Fachkräfte und Ehrenamtliche erreichen. Die Fachkoordinatorinnen organisierten über 40 Fach- und Vernetzungsveranstaltungen. Über 1.000 Teilnehmer*innen nahmen aus Vorträgen von ausgewiesenen Expert*innen wichtige Informationen für ihre Arbeit mit, ergänzten ihr Wissen über die Situation schwangerer, geflüchteter Frauen, lernten Verwaltungsstrukturen und Hilfsangebote besser kennen und konnten sich untereinander vernetzen. Daraus entstanden vor Ort zahlreiche neue Initiativen. Erfreulich: Von Fachkoordinatorinnen konzipierte Veranstaltungsformate und Fortbildungen werden Fachkräfte und ehrenamtlich Aktive an einigen der Modellstandorte zukünftig weiterhin organisieren und anbieten. Insgesamt fünf neue Publikationen, die während des Modellprojekts entstanden sind, erweitern und bereichern den Fachdiskurs zur Versorgung von schwangeren, geflüchteten Frauen sowie deren Beratung. Viel Wissen und Kompetenz hat sich auch in der Datenbank des Fachdialognetzes gesammelt: Sie verfügt über mehr als 1.000 qualitativ geprüfte Einträge.

Abschlusstagung: Wissenstransfer in die Zukunft

Die Erfahrungen aus der Projektarbeit bieten dem Projektteam einen enormen Fundus an Wissen. Als Modellprojekt sind alle Maßnahmen des Fachidalognetzes darauf ausgelegt, aus diesen Erkenntnissen und Erfahrungen funktionierende Strategien und Empfehlungen abzuleiten, die auch zukünftig der Versorgungssituation von schwangeren, geflüchteten Frauen zugutekommen. In Berlin bündelten die Teilnehmenden die vielfältigen Erkenntnisse und übersetzten sie zudem in Anknüpfungspunkte für die Zukunft.

Diese Themen standen im Fokus:

  • Erfolgreich vernetzen: Erkenntnisse zur lokalen Vernetzung und ihre Erfolgs- und Hinderungsfaktoren
  • Angebote verbessern: Bewertung der Angebotslandschaft und ihrer Verbesserung vor Ort durch die Maßnahmen des Projekts
  • Erfolgreich zusammenarbeiten: Erfolgsfaktoren der Zusammenarbeit von und mit Fachkräften und Ehrenamtlichen
  • Wirksam unterstützen: Bewertung der selbstorganisierten Fachveranstaltungen und wie diese im Hinblick auf Deckung der Bedarfe von Fachkräften entwickelt und gewirkt haben
  • Gezielter helfen: spezifische Erkenntnisse zu den Bedarfen der schwangeren, geflüchteten Frauen
  • Dauerhaft verbessern: Erkenntnisse zur Nachhaltigkeit der Projektarbeit und der aufgebauten Datenbank

Was zu den oben genannten Themen im Einzelnen erarbeitet wurde, wird auf der Abschlusstagung „Schwangere, geflüchtete Frauen – Fachkräfte im Dialog“ am 25. September in Berlin vorgestellt und in einem Abschlussbericht dokumentiert.

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